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Krankengeld bei Grippe 2026: Kranker Mann im Winter mit Taschentuch, dazu Krankengeld-Bescheid, Euro-Scheine, Thermometer, Stethoskop und Taschenrechner – Symbolbild für Leistungen der Krankenversicherung.

Krankengeld bei Grippe 2026: Wie viel zahlt die Krankenversicherung, ab wann greift es und wie lange wird gezahlt? Einfach erklärt für Arbeitnehmer.

Krankengeld bei Grippe – Was zahlt die Krankenversicherung 2026?

Wer wegen einer Grippe länger krank ist, stellt sich schnell die Frage: Wer zahlt mein Einkommen? In den ersten Wochen übernimmt der Arbeitgeber die Lohnfortzahlung. Doch was passiert danach?

Das Krankengeld ist eine wichtige Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland. Hier erfahren Sie verständlich, wie hoch es 2026 ist, wie lange es gezahlt wird und worauf Sie achten müssen.

Wann bekomme ich Krankengeld bei einer Grippe?

Krankengeld erhalten Sie, wenn Ihre Arbeitsunfähigkeit länger als sechs Wochen wegen derselben Krankheit dauert. In den ersten sechs Wochen zahlt der Arbeitgeber Ihr volles Gehalt weiter. Danach springt die gesetzliche Krankenkasse ein.

Wichtig ist, dass Ihre Krankschreibung lückenlos ist. Jede ärztliche Bescheinigung muss rechtzeitig vorliegen. Schon ein fehlender Tag kann dazu führen, dass der Anspruch unterbrochen wird. Die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) erleichtert hier den Ablauf.

Wie viel Krankengeld zahlt die Krankenversicherung 2026?

Das Krankengeld beträgt grundsätzlich 70 Prozent des regelmäßigen Bruttogehalts, jedoch maximal 90 Prozent des Nettogehalts. Von diesem Betrag werden noch Beiträge zur Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung abgezogen.

Dadurch liegt die tatsächliche Auszahlung meist etwas unter dem letzten Nettolohn. Ziel des Krankengeldes ist es, den Verdienstausfall teilweise auszugleichen, nicht jedoch das volle Einkommen dauerhaft zu ersetzen.

Wie lange wird Krankengeld gezahlt?

Die gesetzliche Krankenversicherung zahlt Krankengeld wegen derselben Krankheit maximal 78 Wochen innerhalb von drei Jahren. Diese Frist beginnt mit dem ersten Tag der Arbeitsunfähigkeit.

Bei einer normalen Grippe ist eine so lange Dauer sehr selten. Meist dauert die Erkrankung nur einige Wochen. Die 78-Wochen-Regel wird eher bei schweren oder chronischen Erkrankungen relevant.

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Gibt es Unterschiede zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung?

Gesetzlich Versicherte haben einen klar geregelten Anspruch auf Krankengeld nach sechs Wochen. Privatversicherte erhalten dagegen in der Regel ein vertraglich vereinbartes Krankentagegeld, dessen Höhe und Beginn vom individuellen Tarif abhängen.

Das bedeutet: In der privaten Krankenversicherung kann die Zahlung früher oder später beginnen – je nach Vertrag. Arbeitnehmer sollten ihre Versicherungsbedingungen genau kennen, um finanzielle Überraschungen zu vermeiden.

Muss ich das Krankengeld versteuern?

Krankengeld ist grundsätzlich steuerfrei, unterliegt jedoch dem sogenannten Progressionsvorbehalt. Das bedeutet, es erhöht den Steuersatz für Ihr übriges Einkommen.

Wenn Sie im selben Jahr gearbeitet und Krankengeld erhalten haben, kann es zu einer Nachzahlung bei der Einkommensteuer kommen. Es ist daher sinnvoll, Rücklagen zu bilden oder sich steuerlich beraten zu lassen.

Was passiert, wenn ich während des Krankengeldes gekündigt werde?

Auch wenn das Arbeitsverhältnis endet, bleibt der Anspruch auf Krankengeld bestehen, solange die Arbeitsunfähigkeit andauert und die Voraussetzungen erfüllt sind. Die Zahlung erfolgt dann weiterhin direkt durch die Krankenkasse.

Eine Kündigung wegen einer kurzfristigen Grippe ist in der Regel nicht zulässig. Sollte eine längere Erkrankung vorliegen, gelten strenge arbeitsrechtliche Voraussetzungen für eine krankheitsbedingte Kündigung.

Was ist der Unterschied zwischen Lohnfortzahlung und Krankengeld?

Die Lohnfortzahlung erfolgt durch den Arbeitgeber und entspricht dem vollen Gehalt für bis zu sechs Wochen. Krankengeld wird danach von der Krankenkasse gezahlt und ist in der Höhe reduziert.

Dieser Unterschied ist für Arbeitnehmer wichtig, da sich das monatliche Einkommen nach sechs Wochen spürbar verringern kann. Eine frühzeitige Planung hilft, finanzielle Engpässe zu vermeiden.

Häufige Fragen (FAQ)

Ab wann zahlt die Krankenkasse bei Grippe?
Nach sechs Wochen ununterbrochener Arbeitsunfähigkeit wegen derselben Krankheit.

Wie hoch ist das Krankengeld genau?
70 % des Bruttogehalts, maximal 90 % des Nettogehalts, abzüglich Sozialversicherungsbeiträge.

Wie lange bekomme ich Krankengeld?
Maximal 78 Wochen innerhalb von drei Jahren wegen derselben Krankheit.

Erhalte ich Krankengeld auch als Minijobber?
Minijobber ohne eigene Krankenversicherung haben in der Regel keinen Anspruch auf Krankengeld.

Ist Krankengeld steuerpflichtig?
Es ist steuerfrei, erhöht aber über den Progressionsvorbehalt den persönlichen Steuersatz.