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Grippewelle 2026 in Deutschland: Erkälteter Mann mit Taschentuch vor dem Brandenburger Tor im Schnee, daneben Krankmeldung, Thermometer und Stethoskop – Symbolbild für Krankheit am Arbeitsplatz.

Grippewelle 2026 in Deutschland: Rechte, Krankmeldung, Homeoffice und Lohnfortzahlung. Alles, was Arbeitnehmer jetzt wissen sollten.

Grippewelle 2026 in Deutschland – Was Arbeitnehmer jetzt wissen müssen

Die Grippewelle 2026 in Deutschland sorgt erneut für viele Krankmeldungen und Unsicherheit am Arbeitsplatz. Besonders in den Wintermonaten steigen die Infektionszahlen deutlich. Für Arbeitnehmer ist es wichtig zu wissen, welche Rechte und Pflichten sie bei einer Erkrankung haben.

In diesem Artikel erfahren Sie einfach und verständlich, was bei einer Influenza-Erkrankung gilt, wie die Krankmeldung funktioniert und welche arbeitsrechtlichen Regeln wichtig sind.

Was bedeutet die Grippewelle 2026 in Deutschland für Arbeitnehmer?

Die Grippewelle 2026 beschreibt eine Phase, in der sich besonders viele Menschen mit Influenza anstecken. Für Arbeitnehmer bedeutet das ein erhöhtes Risiko, krank zu werden und vorübergehend arbeitsunfähig zu sein. Betriebe können unter Personalmangel leiden, während Beschäftigte ihre Gesundheit schützen müssen.

Eine Grippe ist mehr als eine einfache Erkältung. Typische Symptome sind Fieber, starke Müdigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen. Wer krank ist, sollte nicht arbeiten gehen, um sich zu schonen und Kollegen nicht anzustecken. Arbeitgeber müssen gleichzeitig den Betriebsablauf organisieren, wenn viele Mitarbeitende fehlen.

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Muss ich bei einer Grippe sofort zum Arzt gehen?

Wenn Sie wegen einer Grippe arbeitsunfähig sind, müssen Sie Ihren Arbeitgeber unverzüglich informieren. Spätestens ab dem vierten Krankheitstag benötigen Sie eine ärztliche Bescheinigung, es sei denn, Ihr Arbeitgeber verlangt sie früher.

In Deutschland gilt die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU). Der Arzt übermittelt die Krankmeldung direkt an die Krankenkasse, und der Arbeitgeber kann diese abrufen. Trotzdem sind Sie verpflichtet, Ihre Arbeitsunfähigkeit sofort zu melden – am besten telefonisch oder per E-Mail, je nach betrieblicher Regelung.

Wie lange bekomme ich Lohn bei Krankheit?

Arbeitnehmer erhalten bei einer Grippe bis zu sechs Wochen lang ihr volles Gehalt vom Arbeitgeber, wenn sie arbeitsunfähig sind. Diese sogenannte Entgeltfortzahlung gilt, wenn das Arbeitsverhältnis mindestens vier Wochen besteht. Danach zahlt die Krankenkasse Krankengeld.

Das Krankengeld beträgt in der Regel etwa 70 Prozent des Bruttogehalts, jedoch maximal 90 Prozent des Nettogehalts. Wichtig ist, dass die Krankheit lückenlos ärztlich nachgewiesen wird. Wer zu früh wieder arbeitet und erneut krank wird, kann unter Umständen Probleme bei der Lohnfortzahlung bekommen.

Darf ich mit Grippe im Homeoffice arbeiten?

Grundsätzlich gilt: Wer krank ist, ist arbeitsunfähig – auch im Homeoffice. Arbeitnehmer sind nicht verpflichtet, von zu Hause aus zu arbeiten, wenn sie sich gesundheitlich nicht in der Lage fühlen.

Homeoffice ist keine Alternative zur Krankmeldung. Wenn die Symptome mild sind und Sie sich arbeitsfähig fühlen, können Sie freiwillig im Homeoffice arbeiten. Bei Fieber oder starken Beschwerden sollten Sie jedoch vollständig pausieren. Gesundheit hat Vorrang vor Produktivität.

Welche Schutzmaßnahmen sind im Betrieb sinnvoll?

Zu den wichtigsten Schutzmaßnahmen gehören regelmäßiges Händewaschen, Abstandhalten bei Krankheitssymptomen und gutes Lüften von Räumen. Arbeitgeber können zusätzlich Hygieneregeln, flexible Arbeitszeiten oder Homeoffice anbieten, um Ansteckungen zu reduzieren.

In manchen Unternehmen werden auch Grippeschutzimpfungen angeboten. Die Impfung wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) besonders für ältere Menschen, chronisch Kranke und medizinisches Personal empfohlen. Ein verantwortungsvoller Umgang mit Krankheit schützt nicht nur Einzelne, sondern das gesamte Team.

Kann mich mein Arbeitgeber wegen häufiger Krankheit kündigen?

Eine Kündigung wegen Krankheit ist in Deutschland nur unter strengen Voraussetzungen möglich. Sie kommt in Betracht, wenn eine negative Gesundheitsprognose besteht, erhebliche betriebliche Beeinträchtigungen vorliegen und eine Interessenabwägung zugunsten des Arbeitgebers ausfällt.

Bei einer normalen Grippewelle mit vorübergehenden Erkrankungen ist eine Kündigung in der Regel nicht gerechtfertigt. Entscheidend ist, ob langfristig mit weiteren erheblichen Ausfällen zu rechnen ist. Das deutsche Arbeitsrecht schützt Arbeitnehmer hier deutlich, besonders in größeren Betrieben mit Kündigungsschutz.

Was ist der Unterschied zwischen Grippe und Erkältung?

Die echte Grippe (Influenza) wird durch Influenza-Viren verursacht und beginnt meist plötzlich mit hohem Fieber, starken Schmerzen und Erschöpfung. Eine Erkältung entwickelt sich langsamer und verläuft meist milder, oft ohne hohes Fieber.

Für Arbeitnehmer ist dieser Unterschied wichtig, weil eine Influenza häufig zu längerer Arbeitsunfähigkeit führt. Während viele Menschen mit einer leichten Erkältung noch eingeschränkt arbeiten können, erfordert eine echte Grippe meist mehrere Tage Bettruhe. Eine ärztliche Abklärung schafft Klarheit.

Praktische Tipps für Arbeitnehmer während der Grippezeit

Eine gute Vorbereitung hilft, Stress zu vermeiden. Informieren Sie sich über die Krankmelderegeln in Ihrem Betrieb. Speichern Sie die Kontaktdaten Ihres Vorgesetzten, um im Krankheitsfall schnell reagieren zu können.

Achten Sie außerdem auf Prävention: ausreichend Schlaf, gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung stärken das Immunsystem. Wer Symptome bemerkt, sollte frühzeitig reagieren und sich auskurieren. So verkürzt sich die Krankheitsdauer oft deutlich.

Häufige Fragen (FAQ)

Wie melde ich mich korrekt krank?
Informieren Sie Ihren Arbeitgeber sofort über Ihre Arbeitsunfähigkeit. Ab dem vierten Tag benötigen Sie eine ärztliche Bescheinigung, sofern nichts anderes vereinbart ist.

Bekomme ich mein volles Gehalt bei Grippe?
Ja, bis zu sechs Wochen zahlt der Arbeitgeber Ihr volles Gehalt weiter. Danach erhalten Sie Krankengeld von der Krankenkasse.

Darf ich trotz Krankschreibung arbeiten?
Wenn Sie offiziell arbeitsunfähig sind, sollten Sie nicht arbeiten. Ihre Genesung steht im Vordergrund.

Kann mein Arbeitgeber ein Attest ab dem ersten Tag verlangen?
Ja, der Arbeitgeber darf bereits ab dem ersten Krankheitstag eine ärztliche Bescheinigung verlangen.

Ist eine Grippe meldepflichtig?
In der Regel nicht für Arbeitnehmer. Bestimmte schwere Fälle können jedoch nach dem Infektionsschutzgesetz meldepflichtig sein, insbesondere in medizinischen Einrichtungen.