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Krankmeldung bei Grippe 2026: Kranker Mann mit Taschentuch im Schnee, deutsche Flagge im Hintergrund, dazu Krankmeldung, Thermometer, Tabletten, Stethoskop und Richterhammer – Symbolbild für Arbeitsrecht und Krankheit.

Krankmeldung bei Grippe 2026: Wie lange darf man zu Hause bleiben? Infos zu Lohnfortzahlung, Attestpflicht und Arbeitsrecht in Deutschland.

Krankmeldung bei Grippe: Wie lange darf ich zu Hause bleiben? (Arbeitsrecht 2026)

Eine Grippe kann plötzlich kommen und mehrere Tage stark belasten. Viele Arbeitnehmer fragen sich dann: Wie lange darf ich zu Hause bleiben? Und was sagt das Arbeitsrecht 2026 dazu?

In Deutschland gibt es klare Regeln zur Krankmeldung, zur Dauer der Arbeitsunfähigkeit und zur Lohnfortzahlung. Hier finden Sie alle wichtigen Informationen einfach erklärt.

Wie lange darf ich bei einer Grippe zu Hause bleiben?

Sie dürfen so lange zu Hause bleiben, wie Sie arbeitsunfähig sind. Entscheidend ist nicht eine feste Anzahl von Tagen, sondern Ihr Gesundheitszustand. Wenn ein Arzt feststellt, dass Sie wegen Grippe nicht arbeiten können, gilt die Dauer der Krankschreibung.

Eine echte Influenza dauert oft 5 bis 10 Tage. In schweren Fällen kann die Arbeitsunfähigkeit auch länger bestehen. Wichtig ist, dass Sie sich vollständig auskurieren. Wer zu früh wieder arbeitet, riskiert Rückfälle oder Komplikationen.

Ab wann brauche ich eine ärztliche Bescheinigung?

In Deutschland müssen Arbeitnehmer spätestens am vierten Krankheitstag eine ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegen. Der Arbeitgeber darf jedoch schon ab dem ersten Tag ein Attest verlangen.

Seit Einführung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) übermittelt der Arzt die Daten direkt an die Krankenkasse. Der Arbeitgeber ruft diese digital ab. Trotzdem müssen Sie Ihre Erkrankung sofort melden – telefonisch oder nach betrieblicher Regelung.

Bekomme ich mein Gehalt während der Krankschreibung?

Arbeitnehmer erhalten bei einer Grippe bis zu sechs Wochen lang ihr volles Gehalt vom Arbeitgeber, wenn sie arbeitsunfähig sind. Diese Entgeltfortzahlung ist im Entgeltfortzahlungsgesetz geregelt.

Voraussetzung ist, dass das Arbeitsverhältnis seit mindestens vier Wochen besteht. Nach Ablauf der sechs Wochen übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Zahlung von Krankengeld. Dieses beträgt in der Regel rund 70 Prozent des Bruttogehalts.

Darf ich trotz Krankschreibung das Haus verlassen?

Ja, Sie dürfen das Haus verlassen, wenn es Ihrer Genesung nicht schadet. Eine Krankschreibung bedeutet nicht automatisch Bettruhe, sondern Arbeitsunfähigkeit.

Spaziergänge, Arztbesuche oder der Gang zur Apotheke sind erlaubt. Problematisch wäre jedoch eine Tätigkeit, die Ihrer Heilung widerspricht, etwa schwere körperliche Arbeit oder eine Feier bis spät in die Nacht. Entscheidend ist, dass Ihr Verhalten die Genesung unterstützt.

Kann mein Arbeitgeber die Krankmeldung anzweifeln?

Arbeitgeber dürfen eine Krankmeldung nicht einfach ignorieren. Eine ärztliche Bescheinigung hat grundsätzlich einen hohen Beweiswert. Nur bei konkreten Zweifeln kann der Arbeitgeber den Medizinischen Dienst der Krankenkasse einschalten.

Solche Zweifel können entstehen, wenn auffällige Muster auftreten, zum Beispiel häufige Krankmeldungen direkt nach abgelehntem Urlaub. In normalen Fällen einer Grippewelle ist das jedoch selten problematisch.

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Was passiert, wenn ich länger als sechs Wochen krank bin?

Wenn die Arbeitsunfähigkeit wegen derselben Krankheit länger als sechs Wochen dauert, endet die Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber. Ab diesem Zeitpunkt zahlt die Krankenkasse Krankengeld.

Sollte die Erkrankung sehr lange andauern, kann ein betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) angeboten werden. Ziel ist es, die Rückkehr in den Job zu erleichtern. Eine Kündigung wegen Krankheit ist nur unter strengen rechtlichen Voraussetzungen möglich.

Unterschied zwischen Grippe und normaler Erkältung im Arbeitsrecht

Arbeitsrechtlich macht es keinen Unterschied, ob Sie an einer Grippe oder einer Erkältung leiden. Entscheidend ist allein, ob Sie arbeitsunfähig sind.

Praktisch ist eine Grippe jedoch oft schwerer und dauert länger. Hohes Fieber, starke Schmerzen und Erschöpfung führen meist zu mehreren Tagen Krankschreibung. Bei einer leichten Erkältung kann man manchmal arbeitsfähig bleiben – muss es aber nicht.

Häufige Fragen (FAQ)

Wie melde ich mich korrekt krank?
Informieren Sie Ihren Arbeitgeber unverzüglich über Ihre Arbeitsunfähigkeit. Die ärztliche Bescheinigung wird elektronisch übermittelt.

Darf mein Chef ein Attest ab dem ersten Tag verlangen?
Ja, das ist gesetzlich erlaubt, auch wenn normalerweise erst ab dem vierten Tag ein Attest vorgeschrieben ist.

Was passiert, wenn ich im Urlaub krank werde?
Mit ärztlichem Nachweis zählen Krankheitstage nicht als Urlaubstage.

Bekomme ich auch bei Minijob Lohnfortzahlung?
Ja, auch Minijobber haben Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall.

Kann ich gekündigt werden, weil ich eine Grippe habe?
Eine einzelne Grippe rechtfertigt in der Regel keine Kündigung. Nur bei langfristigen, erheblichen Ausfällen sind rechtliche Schritte möglich.